Persönlich

Die Beschäftigung mit Holz in verschiedenen Varianten begleitet mich seit der Kindheit. Absichtsloses Schnitzen mit dem Taschenmesser im Wald, später Schalen schnitzen mit richtigen Schnitzmessern, dann ein Gitarrenbausatz, ein Spinnrad, ein Langbogen aus einem alten Eibenpfahl (Taxus baccata, mein Lieblingsholz), Messergriffe, wieder Instrumentenbau, diesmal Didgeridoo, Büchel und Rahmentrommeln, nicht zu vergessen die Arbeit mit der Motorsäge an gröberen Kalibern, schliesslich über fünf Jahrzehnte mit Holzheizung und Kachelofen gelebt, dazwischen irgendwann mit der Drechslerei begonnen. - Ein reichhaltiges und grossartiges Geschenk der Natur an einen Stadtmenschen, der eigentlich lieber auf einer grossen Waldlichtung leben würde ...

schreibHolz - die Idee

In meiner Drechselwerkstatt entstehen neben Schalen in allen Grössen und Formen seit einigen Jahren auch schöne Schreibgeräte. So finden auch die kleineren Holzstücke Verwendung, die früher im Ofen gelandet sind.

Durch das Ausprobieren der verschiedenen Modelle und Hölzer habe ich auch die Schönheiten der Handschrift wiederentdeckt: Wie liegt der Stift in der Hand? Wie schreibt es sich damit? Wie wirkt sich die Form aus, wie das Gewicht? Und wie von selbst ist wieder viel mehr Aufmerksamkeit in der Schreibhand, im ganzen Schreibvorgang. Ein wunderbares Erlebnis!

Ein zweites folgte überraschend nach über einem Jahr: Nachdem ich Kugelschreiber und noch mehr den Tintenroller (Amadeus, mein absoluter Favorit!) klar bevorzugt hatte, machte ich mich eher widerwillig an den ersten Füllfederhalter - und war verblüfft, wie er mit aufgesetzter Kappe perfekt im Gleichgewicht zwischen den Grundgelenken von Daumen und Zeigefinger aufliegt. Eine Entdeckung!

... Hätte ich vielleicht sogar schön schreiben gelernt, damals in der Primarschule, wenn man mir statt der grässlich kratzenden Spitzfeder einen solchen Füllfederhalter in die Hand gelegt hätte?

Nach und nach wurden dann in unserem Haushalt die Plastikkugelschreiber weniger, oder präziser: die Schreibhölzer aus der eigenen Werkstatt begannen sich unaufhaltsam zu vermehren. So lag es auf der Hand, das ausufernde Sortiment zu straffen, und mit der «Geburt» des schreibholz-Labels auch Klarheit zu gewinnen über ...

einige Grundsätze:

  • Holzbeschaffung? Verwendung von Ästen und Stämmchen, die da und dort anfallen, wenn man übers Jahr die Augen offen hält (also kein Einkauf von fertigen Holzkanteln). Das Aufsägen und Trocknen geschieht in der eigenen Werkstatt.
  • Einsatz von Tropenhölzern? Nein, ausser das Holz war schon irgendwo im Gebrauch und bekommt als Schreibholz ein drittes Leben, statt im Ofen zu enden.
  • Verwendung von Kunststoffen? In unseren Wäldern, Hecken und Gärten wachsen genügend interessante und schöne Hölzer. Acryl sowie mit Epoxid-Harzen oder Plexiglas etc. «stabilisiertes» minderwertiges Holz verwende ich nicht.
  • Preisgestaltung? Grundlage ist eine solide Kalkulation, die sowohl den Kundinnen und Kunden als auch mir als Hersteller einen fairen Preis garantiert.
  • Verkaufskanäle? Der online-Verkauf über www.schreibholz.ch sowie der Direktverkauf bei mir in Uster. Für letzteres nehmen Sie vorgängig mit mir Kontakt auf!